GDPDU (seit 01.01.2015 GoBD)

Durch das Steuersenkungsgesetz vom 23.10.2000 ist das Zugriffsrecht der Finanzverwaltung im Rahmen von Außenprüfungen (z.B. Umsatzsteuer-Sonderprüfungen, Lohnsteuer-Außenprüfungen) auf die mit Hilfe von Datenverarbeitungssystemen erstellte Buchführung erstmals gesetzlich geregelt worden. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat in einem Schreiben vom 16.07.2001 „Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU)“ die gesetzlichen Änderungen aus seiner Sicht interpretiert, vor allem die nach § 147 Abs. 6 AO drei möglichen Zugriffsarten im Rahmen von steuerlichen Außenprüfungen auf originär digital erzeugten steuerrelevanten Daten: unmittelbarer / direkter Zugriff (Z1), mittelbarer / indirekter Zugriff (Z2) oder die Datenträgerüberlassung (Z3).

Innerhalb des SAP-Systems gibt es verschiedene Lösungsansätze, mit deren Hilfe die Anforderungen an den Datenzugriff umgesetzt werden können.